Microsoft setzt alles auf Copilot — und erhöht den Preis für den Mittelstand
Im März 2026 hat Microsoft auf der FabCon einen klaren Kurs eingeschlagen: Fabric Data Agents sind jetzt allgemein verfügbar und werden als "virtuelle Analysten" positioniert. Gleichzeitig wird Power BI Q&A — das bisherige Werkzeug für natürlichsprachliche Abfragen — im Dezember 2026 abgeschaltet und durch Copilot ersetzt.
Für Unternehmen, die heute Power BI nutzen, bedeutet das: Wer weiterhin per Sprache mit seinen Daten arbeiten will, braucht Copilot. Und Copilot braucht Microsoft Fabric.
Das Problem: Fabric ist nicht günstig.
Was kostet Power BI Copilot tatsächlich?
Copilot für Power BI setzt eine Microsoft Fabric-Kapazität voraus — mindestens F64. Das entspricht rund 4.900 EUR pro Monat. Dazu kommen die Power BI Pro-Lizenzen (ca. 10 EUR/Nutzer/Monat) oder eine Premium-Per-User-Lizenz.
Für ein mittelständisches Unternehmen mit 20 Nutzern sieht die Rechnung so aus:
| Kostenposition | Power BI + Copilot | oneAgent |
|---|---|---|
| Plattform-Lizenz | ~4.900 EUR/Monat (Fabric F64) | 0 EUR |
| Nutzer-Lizenzen (20 Nutzer) | ~200 EUR/Monat (Pro) | 500 EUR/Monat |
| Monatliche Gesamtkosten | ~5.100 EUR | 500 EUR |
| Jährliche Gesamtkosten | ~61.200 EUR | 6.000 EUR |
Das ist Faktor 10. Für 20 Nutzer.
Bei 50 Nutzern wird es noch deutlicher: Die Fabric-Kapazität bleibt gleich teuer, während oneAgent linear skaliert — 1.250 EUR/Monat statt über 5.400 EUR.
Was Power BI Copilot gut kann
Fairerweise: Copilot ist kein schlechtes Produkt. Microsoft hat in den letzten Monaten deutlich nachgelegt:
- Natürlichsprachliche Abfragen: Sie stellen Fragen auf Deutsch oder Englisch und erhalten Visualisierungen und Antworten direkt in Power BI.
- DAX-Generierung (GA): Copilot schreibt DAX-Formeln für Sie — ein echter Zeitgewinn für komplexe Berechnungen.
- Mobile App: Copilot funktioniert jetzt auch in der Power BI Mobile App.
- 10.000 Zeichen Input: Längere, komplexere Anfragen sind möglich.
- Fabric Data Agents: Die neuen "virtuellen Analysten" können eigenständig Daten untersuchen und Berichte erstellen.
Wenn Ihr Unternehmen bereits tief im Microsoft-Ökosystem steckt — mit Azure, Dynamics 365, SharePoint und Teams als Kerninfrastruktur — dann ist Copilot eine logische Erweiterung.
Wo es für den Mittelstand nicht passt
Aber genau hier liegt das Problem für viele mittelständische Unternehmen: Die Voraussetzungen stimmen nicht.
1. Plattform-Lock-in
Copilot funktioniert nur innerhalb von Microsoft Fabric. Auf der FabCon 2026 hat Microsoft die "Unified Database"-Strategie vorgestellt — eine einheitliche Datenplattform, die alle Microsoft-Dienste zusammenführt. Das klingt komfortabel, bedeutet aber: Ihre Daten, Ihre Analysen und Ihre Workflows sind an ein Ökosystem gebunden.
Gartner warnt in seinem aktuellen Report, dass ein "Hard Reset" in der Self-Service-Analytics nötig sei. Zu viele Unternehmen haben sich in geschlossene Plattformen manövriert, die Flexibilität kosten.
2. Kosten-Nutzen für den Mittelstand
Fabric F64 ist für Konzerne konzipiert. Ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern zahlt dieselbe Plattform-Gebühr wie eines mit 5.000 — das macht die Kosten pro Nutzer unverhältnismäßig hoch.
3. Datenquellen jenseits von Microsoft
Viele Mittelständler arbeiten mit einem Mix aus Systemen: SAP, Shopware, WooCommerce, Datev, branchenspezifische ERPs, Google Analytics, diverse CRM-Systeme. Power BI kann viele davon anbinden — aber Copilot versteht die Daten am besten, wenn sie in Fabric liegen. Das bedeutet: Migration, Transformation, zusätzlicher Aufwand.
4. Kein dediziertes BI-Team
Fabric und Copilot einzurichten erfordert Know-how: Kapazitätsplanung, Datenmodellierung in OneLake, Gateway-Konfiguration, Governance-Einstellungen. Konzerne haben dafür BI-Teams. Im Mittelstand liegt das oft beim IT-Leiter — neben 20 anderen Aufgaben.
Die Alternative: Analyse ohne Plattform-Zwang
oneAgent verfolgt einen anderen Ansatz. Statt eine komplette Datenplattform vorauszusetzen, verbindet sich oneAgent direkt mit Ihren bestehenden Systemen — ohne Migration, ohne Fabric, ohne Lock-in.
Was oneAgent anders macht
- 550+ Connectoren: SAP, Shopware, Salesforce, Google Analytics, PostgreSQL, Excel, REST-APIs — oneAgent verbindet sich mit dem, was Sie haben. Nicht nur mit Microsoft-Quellen.
- Natürliche Sprache: Fragen wie "Welche Produkte hatten im Q1 die höchste Retourenquote?" funktionieren auf Deutsch, ohne SQL oder DAX.
- Verifizierte Antworten: Ein automatischer Prüf-Layer kontrolliert jede Antwort gegen Ihre echten Daten. Keine Halluzinationen, keine gerundeten Schätzungen.
- DSGVO-konform: Hosting in Frankfurt, On-Premise-Option verfügbar. Ihre Daten verlassen nie Ihr Netzwerk, wenn Sie das nicht wollen.
- Kein Vendor Lock-in: oneAgent ist eine eigenständige Plattform. Sie können jederzeit wechseln, Ihre Daten gehören Ihnen.
Feature-Vergleich: Power BI Copilot vs. oneAgent
| Feature | Power BI Copilot | oneAgent |
|---|---|---|
| Natürlichsprachliche Abfragen | Ja | Ja |
| Unterstützte Sprachen | Mehrere (inkl. Deutsch) | Deutsch, Englisch + weitere |
| Datenquellen | Primär Microsoft Fabric | 550+ Connectoren |
| DAX/SQL-Generierung | Ja (DAX) | Ja (SQL, automatisch) |
| Antwort-Verifizierung | Nein | Ja (automatischer Prüf-Layer) |
| Minimum-Infrastruktur | Fabric F64 (~4.900 EUR/Monat) | Keine (SaaS oder On-Premise) |
| DSGVO / On-Premise | Cloud only (EU-Rechenzentren verfügbar) | Frankfurt-hosted + On-Premise |
| Einrichtungszeit | Wochen bis Monate (Fabric-Setup) | Stunden bis Tage |
| Zielgruppe | Enterprise (1.000+ Mitarbeiter) | Mittelstand |
| Preis (20 Nutzer) | ~5.100 EUR/Monat | 500 EUR/Monat |
Für wen Power BI Copilot trotzdem richtig ist
Es gibt Szenarien, in denen Copilot die bessere Wahl ist:
- Sie nutzen bereits Microsoft Fabric und haben die Kapazität ohnehin gebucht.
- Ihr Unternehmen hat mehr als 1.000 Mitarbeiter und ein dediziertes BI-Team.
- Alle Ihre Daten liegen bereits in der Microsoft-Welt (Azure SQL, Dynamics, SharePoint).
- Sie brauchen die tiefen DAX-Integrationsfunktionen und komplexe Power BI-Berichte.
In diesen Fällen ist Copilot eine sinnvolle Erweiterung Ihres bestehenden Stacks.
Für wen oneAgent die bessere Wahl ist
oneAgent passt besser, wenn Sie:
- Diverse Datenquellen haben — nicht nur Microsoft, sondern SAP, Shopware, Datev, Google Analytics und mehr.
- Schnell starten wollen — ohne wochenlange Fabric-Einrichtung.
- Kosten kontrollieren müssen — 25 EUR/Nutzer/Monat statt 5.000+ EUR Plattformgebühr.
- Kein BI-Team haben, das Fabric administriert.
- DSGVO-Konformität mit deutschem Hosting brauchen.
- Flexibel bleiben wollen, statt sich an ein Ökosystem zu binden.
Was Gartner dazu sagt
Gartner hat in seinem aktuellen Analytics-Report die Branche aufgefordert, Self-Service-Analytics neu zu denken. Der Tenor: Die großen Plattformen werden immer komplexer und teurer, während die eigentliche Aufgabe — Geschäftsfragen schnell und zuverlässig zu beantworten — einfacher lösbar sein sollte.
Genau das ist der Ansatz von oneAgent: Komplexität reduzieren. Keine Plattform-Migration, keine neue Infrastruktur. Einfach Fragen stellen und verlässliche Antworten bekommen.
Fazit: 5.000 € pro Monat müssen nicht sein
Power BI Copilot ist ein leistungsfähiges Werkzeug — für Unternehmen, die bereits in Microsoft Fabric investiert haben. Für den Mittelstand, der diverse Datenquellen nutzt und keine fünfstelligen Monatsbeträge für eine BI-Plattform ausgeben kann, gibt es bessere Optionen.
oneAgent bietet natürlichsprachliche Datenanalyse mit 550+ Connectoren, verifizierten Antworten und deutschem Hosting — ab 25 EUR pro Nutzer und Monat. Ohne Lock-in, ohne Fabric, ohne versteckte Plattformkosten.
14 Tage kostenlos testen — ohne Kreditkarte, ohne Fabric-Lizenz.
Dieser Artikel vergleicht die öffentlich verfügbaren Preise und Features von Microsoft Power BI Copilot (Stand März 2026) mit oneAgent. Preise können je nach Lizenzvereinbarung und Region abweichen.
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