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oneAgent
VS
Microsoft Fabric Data Agent

oneAgent vs. Microsoft Fabric Data Agent: Vergleich für den Mittelstand im DACH-Raum

Dieser Vergleich richtet sich an IT- und BI-Verantwortliche in mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Fragen zu Unternehmenszahlen per KI beantworten lassen wollen. Er stellt den Microsoft Fabric Data Agent und oneAgent, den KI-BI-Assistenten der oneLake GmbH, gegenüber: Funktionen, Aufwand, Sprache, Datenschutz und Abrechnung.

Microsoft FabricKI-DatenanalyseVergleichMittelstand

Was ist der Unterschied zwischen oneAgent und dem Fabric Data Agent?

Der wichtigste Unterschied zwischen oneAgent und dem Microsoft Fabric Data Agent liegt darin, wie verlässliche Antworten entstehen. Beim Fabric Data Agent entsteht Verlässlichkeit durch laufend gepflegte Anweisungen, zahlreiche Beispielabfragen und ständiges Testen. Bei oneAgent entsteht sie durch eine Kennzahl-Definition, die Fachleute einmal freigeben und die danach für jede Frage nach dieser Kennzahl gilt.

Die weiteren Unterschiede im Überblick:

  • Sprache: Der Fabric Data Agent unterstützt laut Microsoft-Dokumentation (Stand Mai 2026) nur Englisch. oneAgent beantwortet Fragen, egal ob auf Deutsch oder Englisch.
  • Voraussetzungen: Der Fabric Data Agent benötigt eine bezahlte Microsoft-Fabric-Kapazität, und die Daten müssen in Fabric liegen. oneAgent arbeitet auf einem vorhandenen Data Warehouse, auch auf Microsoft Fabric, oder bindet Quellsysteme über mehr als 550 Konnektoren direkt an.
  • Zusammenspiel: oneAgent ergänzt den Fabric Data Agent dort, wo Fachbereiche verlässliche Zahlen brauchen. Beim Fabric Data Agent können unterschiedlich formulierte Fragen nach derselben Kennzahl zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, und der Fachbereich kann die erzeugte Abfrage nicht selbst prüfen. oneAgent liefert für jede freigegebene Kennzahl dieselbe Zahl, egal wie gefragt wird. Die Kennzahlen übernimmt oneAgent aus dem semantischen Modell in Power BI oder Microsoft Fabric oder sie werden direkt in oneAgent definiert.
  • Von der Abweichung zur Aufgabe: Im Microsoft-Umfeld verteilt sich dieser Weg auf mehrere Komponenten, die das Datenteam einrichtet. In oneAgent ist er ein durchgängiger Ablauf mit Ziel, Meldung von Ereignissen und Aufgabe mit Zuständigkeit und Frist.
  • Datenverarbeitung: oneAgent wird in Frankfurt oder im eigenen Rechenzentrum betrieben. Beim Fabric Data Agent bleibt die KI-Verarbeitung bei direkter Nutzung in Fabric und einer Kapazität in der EU innerhalb der EU-Datengrenze. Bei Nutzung über Microsoft 365 Copilot oder andere Dienste kann sie laut Microsoft außerhalb der Fabric-Compliance-Grenze stattfinden.
  • Abrechnung: oneAgent wird pro Nutzer lizenziert und lässt sich Fachbereich für Fachbereich einführen. Der Fabric Data Agent läuft auf einer Fabric-Kapazität, dazu kommen je nach Nutzung Lizenzen je Nutzer.

Der Fabric Data Agent ist die naheliegende Wahl für Unternehmen, die Fabric bereits betreiben, auf Englisch arbeiten und ein Datenteam mit freien Kapazitäten für die laufende Pflege haben. oneAgent ist für Unternehmen gebaut, in denen die freigegebene Definition einfach gelten soll und der Fachbereich selbst weiterarbeitet.

Was ist der Microsoft Fabric Data Agent?

Der Microsoft Fabric Data Agent ist eine Funktion in Microsoft Fabric, mit der Datenteams eigene KI-Agenten für Fragen in natürlicher Sprache erstellen. Ein Fabric Data Agent übersetzt eine Frage mithilfe eines Sprachmodells in eine Abfrage in SQL, DAX oder KQL, führt sie auf den angebundenen Daten aus und gibt das Ergebnis zurück.

Ein Fabric Data Agent kann bis zu fünf Datenquellen verbinden. Unterstützt werden Lakehouses, Warehouses, SQL-Datenbanken, gespiegelte Datenbanken, semantische Modelle aus Power BI, KQL-Datenbanken und Ontologien in Fabric sowie Microsoft Graph. Die Daten müssen dafür in Microsoft Fabric liegen oder dort gespiegelt sein.

Wie gut ein Fabric Data Agent antwortet, hängt stark von seiner Einrichtung ab. Microsoft empfiehlt, das semantische Modell sorgfältig vorzubereiten, dem Agenten Anweisungen zu geben, für SQL- und KQL-Quellen bis zu 100 Beispielabfragen je Datenquelle zu hinterlegen und die Antworten mit Evaluierungen zu prüfen. Zudem rät Microsoft, Anweisungen und Beispielabfragen regelmäßig zu überprüfen und anzupassen, wenn sich Datenquellen oder Anforderungen ändern. Diese Einrichtung übernimmt in der Regel das Datenteam, die Fragen stellt anschließend der Fachbereich.

Der Fabric Data Agent setzt eine bezahlte Fabric-Kapazität ab der Größe F2 oder eine Power-BI-Premium-Kapazität ab P1 voraus.

Wo lässt sich der Fabric Data Agent nutzen?

Der Fabric Data Agent lässt sich direkt in Microsoft Fabric nutzen und in weitere Microsoft-Dienste einbinden. In Microsoft Copilot Studio ist er seit August 2026 allgemein verfügbar. Die Anbindung an Microsoft 365 Copilot hat Microsoft im Juni 2026 als allgemein verfügbar angekündigt. Die zugehörige Dokumentation führt sie mit Stand Mai 2026 noch als Vorschau. Über Microsoft 365 Copilot ist der Fabric Data Agent auch in Microsoft Teams erreichbar. Zusätzlich lässt er sich über das Model Context Protocol (MCP) in Microsoft Foundry einbinden.

Für Unternehmen, die bereits mit Microsoft 365 und Fabric arbeiten, ist das ein echter Vorteil. Der Fabric Data Agent übernimmt die vorhandenen Berechtigungen und lässt sich mit Microsoft Purview verwalten.

Welche neuen Funktionen hat der Fabric Data Agent 2026 erhalten?

Seit August 2026 gibt der Fabric Data Agent neben Text und Tabellen auch Diagramme aus, darunter Linien-, Balken- und gestapelte Balkendiagramme sowie Kreis-, Streu- und Flächendiagramme. Laut Microsoft-Architekt James Serra befindet sich diese Funktion noch in der Vorschau. Eine einzelne Antwort umfasst laut Dokumentation höchstens 25 Zeilen und 25 Spalten.

Mit den Updates bis August 2026 hat Microsoft den Fabric Data Agent auf das Sprachmodell GPT-5.1 umgestellt. Für die Modell-Upgrades nennt Microsoft nach eigenen internen Tests eine um rund 20 Prozent höhere Genauigkeit. In der Vorschau stehen außerdem ein Python-Code-Interpreter und eine KI-gestützte Einrichtung zur Verfügung, die Anweisungen und Beispielabfragen vorschlägt. Dokumente lassen sich in der Vorschau über einen Index in Azure AI Search einbeziehen. Nutzer können zudem einsehen, welche Abfrage der Agent erzeugt hat und welche Schritte er ausgeführt hat.

Was ist oneAgent?

oneAgent ist ein KI-BI-Assistent der oneLake GmbH für mittelständische Unternehmen. Mit oneAgent stellen Mitarbeitende Fragen zu Unternehmenszahlen in natürlicher Sprache, egal ob auf Deutsch oder Englisch, und erhalten Antworten auf Grundlage von Kennzahlen, die Fachleute im Unternehmen definiert und freigegeben haben. Darüber hinaus behält oneAgent Ziele im Blick, meldet Abweichungen und sorgt dafür, dass sich eine zuständige Person innerhalb einer bestimmten Frist darum kümmert.

Wie beantwortet oneAgent Fragen?

oneAgent trennt das Verstehen der Frage von der Berechnung der Zahl. Ein Sprachmodell erkennt, wonach gefragt wird, etwa welche Kennzahl, welcher Zeitraum und welche Filter gemeint sind. Ist eine Frage nicht eindeutig, fragt oneAgent nach. Bevor oneAgent antwortet, fasst oneAgent zusammen, wie die Frage verstanden wurde. So sieht der Nutzer sofort, ob die richtige Kennzahl mit dem richtigen Zeitraum und den richtigen Filtern berechnet wird.

Die Berechnung selbst folgt bei freigegebenen Kennzahlen einer festen Definition mit Quelle, Berechnungslogik, Filtern und Verantwortlichem. Daraus erzeugt oneAgent die Datenbankabfrage nach festen Regeln. Dieselbe Frage nach einer freigegebenen Kennzahl führt deshalb immer zum selben Ergebnis, unabhängig davon, wie sie formuliert ist.

Jede Antwort weist aus, aus welcher Quelle die Zahl stammt und welche Filter gelten. Ergebnisse zeigt oneAgent als Text, Tabelle, Diagramm oder Dashboard.

Welche Daten kann oneAgent anbinden?

oneAgent arbeitet auf einem vorhandenen Data Warehouse oder bindet Quellsysteme direkt an. In Microsoft Fabric greift oneAgent sowohl auf das Data Warehouse als auch auf semantische Modelle in Power BI zu. Weitere unterstützte Data Warehouses und Datenbanken sind unter anderem SQL Server, PostgreSQL, Snowflake, Databricks und Oracle. Über mehr als 550 Konnektoren lassen sich außerdem ERP-, CRM- und Shopsysteme wie SAP, Microsoft Dynamics 365, Salesforce oder Shopware anbinden. Die Daten können live abgefragt oder in den oneAgent Lake übernommen werden.

Kennzahlen, die bereits im semantischen Modell in Power BI oder Microsoft Fabric definiert sind, übernimmt oneAgent. Die BI-Abteilung prüft die übernommenen Definitionen und gibt sie frei, statt sie neu anzulegen.

Was macht oneAgent über das Beantworten von Fragen hinaus?

oneAgent macht auf Wunsch aus einer Abfrage ein Ziel. Nutzer legen fest, welcher Wert bis wann erreicht sein soll, und oneAgent schlägt dazu realistische Zielwerte vor. Weicht eine Kennzahl vom Ziel ab, meldet sich oneAgent von selbst und zeigt, woher die Abweichung kommt, etwa aus welcher Region, Produktgruppe oder Kundengruppe. oneAgent schlägt vor, wer sich darum kümmern sollte und bis wann, legt nach Bestätigung eine Aufgabe an und verfolgt sie bis zur Erledigung.

Wo wird oneAgent betrieben?

oneAgent wird in einem Microsoft-Azure-Rechenzentrum in Frankfurt betrieben. Alternativ ist ein Betrieb in einem deutschen Rechenzentrum oder im eigenen Haus möglich. Zugriffe regelt ein Rollen- und Rechtekonzept. Eine kostenlose Testversion mit Demo-Daten ist verfügbar.

Wie entstehen verlässliche Antworten?

Verlässliche Antworten entstehen bei KI-Assistenten für Unternehmensdaten dadurch, dass das Sprachmodell die Bedeutung der Kennzahlen kennt. Microsoft und oneAgent sind sich in diesem Punkt einig. Unterschiedlich ist der Weg: Beim Microsoft Fabric Data Agent entsteht Verlässlichkeit durch laufende Pflege von Anweisungen, Beispielabfragen und Tests. Bei oneAgent entsteht sie durch eine Kennzahl-Definition, die einmal freigegeben wird und danach gilt.

Wie sorgt der Fabric Data Agent für verlässliche Antworten?

Der Fabric Data Agent erzeugt für jede Frage mit einem Sprachmodell eine neue Abfrage in SQL, DAX oder KQL. Damit diese Abfragen stimmen, empfiehlt Microsoft mehrere Schritte: das semantische Modell für KI vorbereiten, dem Agenten schriftliche Anweisungen geben, für SQL- und KQL-Quellen bis zu 100 Beispielabfragen je Datenquelle hinterlegen, die Antworten mit Evaluierungen prüfen und den Agenten bei Problemen angepasst neu veröffentlichen.

Diese Schritte verbessern die Treffsicherheit, machen die Übersetzung aber nicht regelbasiert. Das Sprachmodell entscheidet bei jeder Frage neu, welche Abfrage es erzeugt. Unterschiedlich formulierte Fragen nach derselben Kennzahl können deshalb zu unterschiedlichen Abfragen führen. Der Power-BI-Experte Reza Rad hat im September 2026 öffentlich gezeigt, wie ein Fabric Data Agent über Microsoft 365 Copilot andere Zahlen lieferte als der zugrunde liegende Power-BI-Bericht, und wie sich das über zusätzliche Anweisungen korrigieren lässt.

Für Copilot in Power BI bietet Microsoft zusätzlich „verifizierte Antworten“ an. Dabei gibt das Datenteam ausgewählte Visualisierungen frei und verknüpft sie mit festgelegten Formulierungen, höchstens 250 je semantischem Modell und 15 Formulierungen je Antwort.

Wie sorgt oneAgent für verlässliche Antworten?

oneAgent berechnet freigegebene Kennzahlen nach einer festen Definition. Fachleute aus Fachbereich, Controlling oder BI legen für jede Kennzahl Quelle, Berechnungslogik, Filter und Verantwortlichen fest und geben sie frei. Kennzahlen, die bereits im semantischen Modell in Power BI oder Microsoft Fabric definiert sind, übernimmt oneAgent, sodass die BI-Abteilung sie nur noch prüft und freigibt.

Ab der Freigabe erzeugt oneAgent die Abfrage für diese Kennzahl nach festen Regeln. Das Sprachmodell versteht die Frage, berechnet die Zahl aber nicht selbst. Wie auch immer eine Frage nach einer freigegebenen Kennzahl formuliert ist, das Ergebnis ist dasselbe. Vor jeder Antwort fasst oneAgent zusammen, wie die Frage verstanden wurde. Jede Antwort weist Quelle und Filter aus, sodass Nutzer sie nachprüfen können.

Beispielabfragen, Anweisungen für ein Sprachmodell oder wiederkehrende Evaluierungen sind für freigegebene Kennzahlen nicht nötig. Eine Definition ändert sich nur, wenn die verantwortliche Person sie ändert.

Was bedeutet der Pflegeaufwand für ein kleines BI-Team?

Für ein BI-Team im Mittelstand entscheidet der Pflegeaufwand darüber, ob ein KI-Assistent überhaupt praxistauglich ist. In vielen mittelständischen Unternehmen besteht die BI-Abteilung aus wenigen Personen, die zugleich Berichte und Dashboards erstellen, Datenquellen betreuen und Ad-hoc-Anfragen beantworten.

Beim Fabric Data Agent kommt die Pflege des Agenten dazu: Jede neue Art von Frage, jede Änderung am Datenmodell und jede neue Datenquelle kann neue Beispielabfragen, angepasste Anweisungen und erneute Tests erfordern. Diese Arbeit endet nicht mit der Einrichtung, sondern begleitet den Agenten, solange er genutzt wird. Wie konkret dieser Aufwand ist, zeigt die Umstellung auf GPT-5.1 im August 2026: Microsoft wies darauf hin, dass sich das Verhalten des Agenten dadurch ändern kann, und empfahl, die Evaluierungen erneut laufen zu lassen und die Anweisungen anzupassen.

Bei oneAgent liegt der Aufwand bei der Definition und Freigabe der Kennzahlen. Er fällt einmal je Kennzahl an. Stehen die Kennzahlen bereits im semantischen Modell, entfällt die Definition ganz, und es bleibt allein die Freigabe. Danach arbeitet der Fachbereich selbstständig mit den freigegebenen Kennzahlen, und das BI-Team gewinnt Zeit für Datenqualität, Analysen und Beratung, statt dem Agenten hinterherzukorrigieren.

Wie ergänzen sich oneAgent und der Fabric Data Agent?

oneAgent und der Microsoft Fabric Data Agent lassen sich gemeinsam einsetzen. oneAgent übernimmt dabei den verlässlichen Zugang des Fachbereichs zu den Unternehmenskennzahlen.

Mitarbeitende in Vertrieb, Controlling oder Geschäftsführung stellen dieselbe Frage auf unterschiedliche Weise und können die Abfrage dahinter nicht selbst prüfen. Beim Fabric Data Agent kann das Ergebnis von der Formulierung abhängen, weil ein Sprachmodell die Abfrage bei jeder Frage neu erzeugt. oneAgent liefert für jede freigegebene Kennzahl immer dieselbe Zahl, egal wie gefragt wird. Kennzahlen, die bereits im semantischen Modell in Power BI oder Microsoft Fabric definiert sind, übernimmt oneAgent. Alle weiteren Kennzahlen legen Fachleute direkt in oneAgent an. Die Daten dazu fragt oneAgent im Data Warehouse in Microsoft Fabric und in Power BI ab.

oneAgent ersetzt damit weder Microsoft Fabric noch den Fabric Data Agent. Das Datenteam arbeitet weiter mit Fabric, und der Fachbereich erhält ein Werkzeug, auf dessen Zahlen er sich verlassen kann, ergänzt um Zielverfolgung und Aufgaben, um die sich eine zuständige Person innerhalb einer bestimmten Frist kümmert.

Welche Aufgaben übernimmt der Fabric Data Agent und welche oneAgent?

Der Fabric Data Agent eignet sich für das Datenteam und für explorative Fragen, die mehrere Datenquellen verbinden. Ein Fabric Data Agent kann bis zu fünf Quellen kombinieren und ist direkt in Microsoft 365 Copilot, Teams und Copilot Studio eingebunden. Auch James Serra, Solution Architect bei Microsoft, empfiehlt Data Agents vor allem für explorative Fragen und verweist für verlässliche, wiederholbare Antworten auf bekannte Fragen auf Berichte und Dashboards.

oneAgent eignet sich für Fachbereiche, die wiederkehrend dieselben Unternehmenskennzahlen abfragen und sich auf diese Zahlen verlassen müssen: Vertrieb, Controlling, Bereichs- und Geschäftsführung. oneAgent beantwortet Fragen, berechnet freigegebene Kennzahlen immer auf dieselbe Weise und weist bei jeder Antwort Quelle und Filter aus. Zudem überwacht oneAgent Ziele, meldet Abweichungen und legt Aufgaben an, um die sich eine zuständige Person innerhalb einer bestimmten Frist kümmert.

In dieser Aufteilung arbeitet das Datenteam weiter in Fabric, und der Fachbereich erhält ein Werkzeug, das er selbst bedienen kann, ohne dass das Datenteam einen Agenten pflegen muss.

Kann oneAgent Kennzahlen aus Power BI und semantischen Modellen übernehmen?

Ja. oneAgent übernimmt Kennzahlen, die im semantischen Modell in Power BI oder Microsoft Fabric definiert sind. Die BI-Abteilung muss vorhandene Kennzahlen deshalb nicht ein zweites Mal definieren. Sie prüft die übernommenen Definitionen und gibt sie in oneAgent frei. Ab diesem Moment liefert oneAgent für jede freigegebene Kennzahl bei jeder Frage denselben Wert. Kennzahlen, die im semantischen Modell noch fehlen, definieren Fachleute direkt in oneAgent und geben sie dort frei.

Für das Unternehmen bedeutet das: Die Kennzahl, die im Power-BI-Bericht steht, ist dieselbe, die der Fachbereich in oneAgent abfragt. Die Definitionsarbeit, die in das semantische Modell geflossen ist, zahlt sich damit ein zweites Mal aus.

Liefern oneAgent und der Fabric Data Agent dieselben Zahlen?

Wenn oneAgent eine Kennzahl aus demselben semantischen Modell übernimmt, das auch der Fabric Data Agent nutzt, beruhen beide Antworten auf derselben Definition. Der Unterschied liegt in der Übersetzung der Frage: Der Fabric Data Agent erzeugt die Abfrage bei jeder Frage neu mit einem Sprachmodell, sodass das Ergebnis von der Formulierung abhängen kann. oneAgent erzeugt die Abfrage für freigegebene Kennzahlen nach festen Regeln und liefert deshalb bei jeder Frage denselben Wert.

Wie wird aus einer Abweichung eine erledigte Aufgabe?

Damit aus einer Abweichung eine erledigte Aufgabe wird, sind mehrere Schritte nötig: ein Ziel festlegen, die Kennzahl überwachen, bei einer Abweichung informieren, eine zuständige Person bestimmen und nachhalten, bis die Aufgabe erledigt ist. Im Microsoft-Umfeld verteilen sich diese Schritte auf mehrere Komponenten, die das Datenteam einrichtet und verbindet. In oneAgent sind sie ein durchgängiger Ablauf, den der Fachbereich selbst bedient.

Wie funktioniert das im Microsoft-Umfeld?

Im Microsoft-Umfeld gibt es für die einzelnen Schritte eigene Komponenten:

  • Power-BI-Scorecards bilden Ziele mit Verantwortlichen, Zielwert, Start- und Fälligkeitsdatum und einem regelbasierten Status ab.
  • Fabric Activator löst bei festgelegten Schwellenwerten E-Mails, Teams-Nachrichten oder Power-Automate-Flows aus, auch auf Grundlage von Power-BI-Berichten.
  • Der Operations Agent in Fabric Real-Time Intelligence ist seit Ende Juni 2026 allgemein verfügbar. Er überwacht Daten nach Anweisungen in natürlicher Sprache, untersucht Auffälligkeiten, schlägt Maßnahmen vor und führt sie nach Freigabe per Teams aus.
  • Power Automate verbindet die Komponenten und kann Aufgaben in einem Aufgabenwerkzeug wie Microsoft Planner anlegen.

Mit diesen Bausteinen lässt sich eine vollständige Kette bauen. Das Datenteam muss sie allerdings selbst zusammensetzen und pflegen. Eine Aufgabe mit Zuständigkeit und Frist, die bis zur Erledigung nachgehalten wird, ist in keiner der Komponenten eingebaut, sondern entsteht erst über Power Automate und ein zusätzliches Aufgabenwerkzeug.

Der Operations Agent ist zudem auf technische und Echtzeit-Szenarien ausgelegt. Laut Microsoft-Dokumentation arbeitet er mit einer Eventhouse- oder Ontologie-Quelle, kann in Ontologie-Regeln keine Durchschnitts-, Minimum- oder Maximumwerte bilden und keine UND-Bedingungen verknüpfen. Anweisungen und Geschäftsziele versteht er nur auf Englisch. Eine nicht freigegebene Empfehlung verfällt nach drei Tagen, und Aktionen werden mit den Rechten der Person ausgeführt, die den Agenten angelegt hat.

Wie funktioniert das in oneAgent?

In oneAgent entsteht die ganze Kette aus der Frage heraus, in einem Werkzeug. Auf Wunsch macht oneAgent aus einer Abfrage ein Ziel. Der Nutzer legt fest, welcher Wert bis wann erreicht sein soll, und oneAgent schlägt realistische Zielwerte vor, einschließlich einer Einschätzung, was im bisherigen Tempo erreichbar ist.

Danach überwacht oneAgent die Kennzahl selbstständig. Weicht sie vom Ziel ab, meldet sich oneAgent von selbst und zeigt, woher die Abweichung kommt, etwa aus welcher Region, Produktgruppe oder Kundengruppe. oneAgent schlägt vor, wer sich darum kümmern sollte und bis wann, und entwirft eine Aufgabenbeschreibung. Nach Bestätigung legt oneAgent die Aufgabe an und verfolgt sie, bis sie erledigt ist.

Weil oneAgent dabei mit freigegebenen Kennzahlen arbeitet, beruht jede Meldung auf derselben Zahl, die auch in jeder Antwort steht. Das ist entscheidend: Eine Überwachung ist nur so verlässlich wie die Zahl, die überwacht wird. Eine Meldung auf Grundlage einer falsch berechneten Kennzahl würde der falschen Person ein Problem zuweisen, das es nicht gibt, und damit nur Aufwand verursachen. Oder noch schlimmer: Ein Problem wird gar nicht erkannt, weil die Kennzahl falsch berechnet wird.

Der Fachbereich richtet Ziele und Meldungen selbst ein, egal ob auf Deutsch oder Englisch. Das Datenteam muss dafür keine Komponenten verbinden.

Welche Voraussetzungen brauchen oneAgent und der Fabric Data Agent?

Der Microsoft Fabric Data Agent setzt eine bezahlte Microsoft-Fabric-Kapazität ab der Größe F2 oder eine Power-BI-Premium-Kapazität ab P1 voraus. Die Daten müssen in Microsoft Fabric liegen oder dorthin gespiegelt sein. Für die Nutzung über Microsoft 365 Copilot können zusätzliche Lizenzen je Nutzer nötig sein.

oneAgent braucht keine Fabric-Kapazität. oneAgent benötigt Zugang zu einem Data Warehouse oder zu den Quellsystemen sowie freigegebene Kennzahlen. Die Kennzahlen übernimmt oneAgent aus einem semantischen Modell in Power BI oder Microsoft Fabric, oder Fachleute definieren sie direkt in oneAgent. Dafür braucht es im Unternehmen eine Person oder Funktion, die Kennzahlen fachlich verantwortet und freigibt, etwa aus Controlling oder BI.

Was gilt, wenn bereits ein Data Warehouse in Microsoft Fabric vorhanden ist?

Wenn ein Unternehmen bereits ein Data Warehouse in Microsoft Fabric betreibt, lassen sich beide Lösungen ohne weitere Infrastruktur einsetzen. Der Fabric Data Agent läuft auf der vorhandenen Fabric-Kapazität. oneAgent greift auf das Data Warehouse in Fabric und auf die semantischen Modelle in Power BI zu und übernimmt die dort definierten Kennzahlen.

Was gilt, wenn das Data Warehouse außerhalb von Microsoft Fabric liegt?

Liegt das Data Warehouse außerhalb von Microsoft Fabric, etwa auf SQL Server, PostgreSQL, Snowflake, Databricks oder Oracle, müssen die Daten für den Fabric Data Agent zuerst in Fabric verfügbar gemacht werden. Microsoft bietet dafür die Spiegelung von Datenbanken und Datenpipelines an. Beides setzt eine Fabric-Kapazität voraus.

oneAgent verbindet sich direkt mit dem vorhandenen Data Warehouse. Eine Übertragung der Daten in eine weitere Plattform ist nicht nötig.

Was gilt, wenn noch kein Data Warehouse vorhanden ist?

Liegen die Unternehmensdaten noch in einzelnen Systemen wie ERP, CRM, Buchhaltung oder Onlineshop, muss für den Fabric Data Agent zuerst eine Datenbasis in Microsoft Fabric aufgebaut werden: Daten laden, in einem Lakehouse oder Warehouse aufbereiten und ein semantisches Modell erstellen. Das ist ein eigenes Datenprojekt, das Fachwissen zu Fabric erfordert.

oneAgent bindet diese Systeme über mehr als 550 Konnektoren direkt an, darunter SAP, Microsoft Dynamics 365, Salesforce, DATEV und Shopware. Die Daten werden live abgefragt oder in den oneAgent Lake übernommen. Die Anbindung dauert in der Regel wenige Tage.

Welche Sprachen unterstützen oneAgent und der Fabric Data Agent?

Der Microsoft Fabric Data Agent unterstützt offiziell nur Englisch. Die Microsoft-Dokumentation hält mit Stand Mai 2026 fest: „The Fabric data agent doesn't currently support non-English languages.“ Fragen, Anweisungen und Beispielabfragen sollen demnach auf Englisch formuliert sein. In der Praxis beantwortet der Fabric Data Agent teilweise auch Fragen in anderen Sprachen, allerdings nicht zuverlässig. Auch der Operations Agent versteht Anweisungen und Geschäftsziele nur auf Englisch.

oneAgent beantwortet Fragen, egal ob auf Deutsch oder Englisch. Zu jeder Kennzahl lassen sich die Begriffe hinterlegen, die im Unternehmen tatsächlich verwendet werden, etwa „Umsatz“, „Erlös“ und „Revenue“ für dieselbe Kennzahl. So versteht oneAgent die Fragen der Fachbereiche in deren eigener Sprache.

Für mittelständische Unternehmen im DACH-Raum ist die Sprache oft entscheidend. Vertrieb, Einkauf, Controlling und Geschäftsführung arbeiten dort in der Regel auf Deutsch, und ein KI-Assistent für den Fachbereich muss ihre Fragen so verstehen, wie sie gestellt werden.

Wo werden die Daten verarbeitet?

Beim Microsoft Fabric Data Agent hängt der Ort der Verarbeitung davon ab, wie der Agent genutzt wird. oneAgent wird in Frankfurt, in einem deutschen Rechenzentrum oder im eigenen Haus betrieben.

Wo verarbeitet der Fabric Data Agent die Daten?

Wird der Fabric Data Agent direkt in Microsoft Fabric genutzt, läuft er auf der Fabric-Kapazität des Unternehmens, und die Fragen werden über Azure OpenAI verarbeitet. Liegt die Kapazität innerhalb der EU-Datengrenze, bleibt diese Verarbeitung laut Microsoft in der EU. Die EU-Datengrenze umfasst dabei die EU als Ganzes und nicht ein bestimmtes Land.

Wird der Fabric Data Agent über Microsoft 365 Copilot, Copilot Studio, Microsoft Foundry oder andere Anwendungen eingebunden, können Antworten laut Microsoft außerhalb der Compliance-Grenze und der Region von Fabric verarbeitet und gespeichert werden. Dann gelten die Datenrichtlinien des jeweiligen Dienstes.

Für Unternehmen mit hohen Anforderungen an den Datenschutz ist das kein Ausschlussgrund, aber ein Punkt, den sie vor der Einbindung prüfen sollten, besonders in regulierten Branchen.

Wo verarbeitet oneAgent die Daten?

oneAgent wird DSGVO-konform in einem Microsoft-Azure-Rechenzentrum in Frankfurt betrieben. Alternativ ist ein Betrieb in einem deutschen Rechenzentrum oder vollständig im eigenen Haus möglich. Zugriffe auf Kennzahlen und Daten regelt ein Rollen- und Rechtekonzept.

Wie werden oneAgent und der Fabric Data Agent abgerechnet?

oneAgent wird pro Nutzer lizenziert. Unternehmen können deshalb mit einem einzelnen Fachbereich beginnen und oneAgent schrittweise auf weitere Bereiche ausweiten, ohne eine Plattform oder Kapazität erweitern zu müssen.

Der Microsoft Fabric Data Agent hat keinen eigenen Preis. Er läuft auf einer Fabric-Kapazität, die nach Größe abgerechnet wird und die sich alle Fabric-Anwendungen eines Unternehmens teilen. Je nach Nutzung kommen Lizenzen je Nutzer hinzu, etwa für Power BI oder Microsoft 365 Copilot.

Wie hoch die Kosten im Einzelfall sind, hängt bei beiden Lösungen von der vorhandenen Infrastruktur und der Zahl der Nutzer ab.

Wie unterscheiden sich oneAgent und der Fabric Data Agent im Detail?

oneAgent und der Microsoft Fabric Data Agent unterscheiden sich vor allem darin, wie verlässliche Antworten entstehen, wer die Lösung einrichtet und pflegt und ob der Weg von der Abweichung zur erledigten Aufgabe eingebaut ist. Die folgenden Tabellen stellen beide Lösungen nach Themen gegenüber, Stand September 2026.

Wie unterscheiden sich die Antworten von oneAgent und dem Fabric Data Agent?

MerkmaloneAgentMicrosoft Fabric Data Agent
Art der LösungFertiger KI-BI-Assistent für FachbereicheFunktion in Microsoft Fabric, mit der Datenteams eigene KI-Agenten erstellen
Fragen in natürlicher SpracheJaJa
SpracheDeutsch und EnglischOffiziell nur Englisch (Microsoft-Dokumentation, Stand Mai 2026)
Wie Verlässlichkeit entstehtEinmal freigegebene Kennzahl-Definition mit Quelle, Berechnung, Filtern und VerantwortlichemAnweisungen, bis zu 100 Beispielabfragen je SQL- oder KQL-Quelle und Evaluierungen, laufend gepflegt
Übersetzung der FrageSprachmodell versteht die Frage, die Abfrage für freigegebene Kennzahlen entsteht nach festen RegelnSprachmodell erzeugt bei jeder Frage neu eine Abfrage in SQL, DAX oder KQL
Unterschiedlich formulierte Fragen nach derselben KennzahlDasselbe Ergebnis bei freigegebenen KennzahlenErgebnis kann von der Formulierung abhängen
Menschliche FreigabeAn jeder einzelnen Kennzahl, mit VerantwortlichemKeine Freigabe je Kennzahl im Data Agent; in Copilot für Power BI „verifizierte Antworten“ für ausgewählte Visualisierungen (höchstens 250 je semantischem Modell)
Transparenz der AntwortZusammenfassung, wie die Frage verstanden wurde, vor der Antwort; Quelle und Filter bei jeder AntwortErzeugte Abfrage und Ausführungsschritte einsehbar; Rückfragen bei mehrdeutigen Fragen in der Vorschau
AusgabeText, Tabellen, Diagramme und DashboardsText, Tabellen und seit August 2026 Diagramme (Vorschau); höchstens 25 Zeilen und 25 Spalten je Antwort

Welche Daten und Voraussetzungen brauchen oneAgent und der Fabric Data Agent?

MerkmaloneAgentMicrosoft Fabric Data Agent
Unterstützte DatenquellenData Warehouses, darunter Microsoft Fabric (Warehouse und semantische Modelle in Power BI), SQL Server, PostgreSQL, Snowflake, Databricks und Oracle; mehr als 550 Konnektoren für ERP-, CRM- und ShopsystemeLakehouse, Warehouse, SQL-Datenbank, gespiegelte Datenbank, semantisches Modell in Power BI, KQL-Datenbank und Ontologie in Fabric; Microsoft Graph
Anzahl der DatenquellenOhne Begrenzung anbindbar, über mehr als 550 Konnektoren und alle gängigen Data WarehousesBis zu fünf Quellen je Agent; ein Unternehmen kann mehrere Agenten anlegen
Kennzahlen aus dem semantischen ModellWerden übernommen, geprüft und freigegeben; weitere Kennzahlen direkt in oneAgent definierbarSemantisches Modell in Power BI als Datenquelle nutzbar
Dokumente und TexteÖffentliche Webseiten per URL im Chat einlesbarDokumente über einen Index in Azure AI Search (Vorschau)
Technische VoraussetzungenZugang zu einem Data Warehouse oder zu QuellsystemenBezahlte Fabric-Kapazität ab F2 oder Power-BI-Premium-Kapazität ab P1; Daten in Microsoft Fabric
Einrichtung und PflegeDefinition und Freigabe je Kennzahl, einmaligEinrichtung des Agenten durch das Datenteam; Anweisungen, Beispielabfragen und Tests laufend
Bedienung im AlltagFachbereichFachbereich stellt Fragen, Datenteam richtet ein und pflegt

Wie unterstützen oneAgent und der Fabric Data Agent den Weg von der Abweichung zur Aufgabe?

MerkmaloneAgentFabric Data Agent und weitere Microsoft-Komponenten
Ziele verfolgenZiel auf Wunsch aus der Abfrage heraus anlegen, mit Vorschlag realistischer ZielwertePower-BI-Scorecards mit Verantwortlichen, Zielwert und Fälligkeit, separat einzurichten
Abweichungen meldenMeldet sich von selbst und zeigt, woher die Abweichung kommt, etwa nach Region, Produkt oder KundeFabric Activator bei Schwellenwerten; Operations Agent nach Anweisungen in natürlicher Sprache (nur Englisch, eine Eventhouse- oder Ontologie-Quelle)
Aufgabe mit Zuständigkeit und FristZuständige Person und Frist vorgeschlagen, Aufgabe nach Bestätigung angelegt und bis zur Erledigung nachgehaltenNicht eingebaut; über Power Automate und ein Aufgabenwerkzeug wie Microsoft Planner anzubauen
Wer die Kette einrichtetFachbereich, in einem WerkzeugDatenteam, aus mehreren Komponenten

Wie unterscheiden sich Betrieb, Einbindung und Abrechnung?

MerkmaloneAgentMicrosoft Fabric Data Agent
BetriebMicrosoft Azure in Frankfurt, deutsches Rechenzentrum oder eigenes HausAuf der Fabric-Kapazität des Unternehmens; KI-Verarbeitung bei Kapazitäten in der EU innerhalb der EU-Datengrenze
Einbindung in Microsoft 365Eigenes Werkzeug, greift auf Microsoft Fabric und Power BI zuNativ in Microsoft 365 Copilot, Teams, Copilot Studio und Microsoft Foundry; Verwaltung über Microsoft Purview
AbrechnungPro Nutzer, Einführung Fachbereich für FachbereichFabric-Kapazität nach Größe, je nach Nutzung zusätzlich Lizenzen je Nutzer

Wann ist der Fabric Data Agent die bessere Wahl?

Der Microsoft Fabric Data Agent ist die bessere Wahl für Unternehmen, die Microsoft Fabric bereits produktiv nutzen, auf Englisch arbeiten und ein Datenteam mit freien Kapazitäten für die laufende Pflege der Agenten haben.

Wenn Fabric produktiv genutzt wird und das Datenteam Zeit für die Pflege hat

Liegen die Daten bereits in Microsoft Fabric und kann das Datenteam Anweisungen, Beispielabfragen und Tests dauerhaft pflegen, lässt sich der Fabric Data Agent ohne weitere Infrastruktur einführen. Die Kapazität ist vorhanden, die Berechtigungen sind eingerichtet.

Wenn Englisch die Arbeitssprache ist

Der Fabric Data Agent unterstützt offiziell nur Englisch. In internationalen Teams oder Unternehmen mit Englisch als Arbeitssprache spielt diese Einschränkung keine Rolle.

Wenn Fragen direkt in Microsoft 365 Copilot und Teams gestellt werden sollen

Der Fabric Data Agent ist nativ in Microsoft 365 Copilot, Teams und Copilot Studio eingebunden und wird über Microsoft Purview verwaltet. Wer Datenfragen vollständig innerhalb der Microsoft-Oberflächen halten will, profitiert von dieser Einbindung.

Wenn es um Echtzeit- und Betriebsdaten geht

Für technische Szenarien wie Sensordaten, Produktionsanlagen, Logistik oder Datenpipelines bietet Microsoft mit dem Operations Agent in Fabric Real-Time Intelligence eine spezialisierte Lösung, die Daten im Minutentakt überwacht.

Wann ist oneAgent die bessere Wahl?

oneAgent ist die bessere Wahl für Unternehmen, in denen der Fachbereich selbstständig mit verlässlichen Kennzahlen arbeiten soll, ohne dass das BI-Team einen KI-Agenten laufend pflegen muss. Das gilt besonders für Unternehmen, die Microsoft Fabric und Power BI bereits nutzen und im nächsten Schritt eine agentische Lösung suchen, die Kennzahlen, Ziele und Aufgaben für den Fachbereich zugänglich macht.

Wenn der Fachbereich auf Deutsch arbeitet

oneAgent beantwortet Fragen, egal ob auf Deutsch oder Englisch, und versteht die Begriffe, die im Unternehmen tatsächlich verwendet werden. Vertrieb, Controlling, Einkauf und Geschäftsführung fragen in ihrer eigenen Sprache.

Wenn Kennzahlen verbindlich gelten sollen

oneAgent liefert für jede freigegebene Kennzahl dieselbe Zahl, egal wie die Frage formuliert ist. Das ist entscheidend, wenn Zahlen in Führungsrunden standhalten müssen und niemand darüber streiten soll, welcher Wert der richtige ist.

Wenn das BI-Team klein ist

Bei oneAgent fällt der Aufwand einmal je Kennzahl an: definieren und freigeben, oder bei vorhandenem semantischen Modell nur freigeben. Laufende Pflege von Anweisungen, Beispielabfragen und Tests entfällt. Ein BI-Team aus wenigen Personen gewinnt dadurch Zeit, statt neue Pflegearbeit zu übernehmen.

Wenn Kennzahlen bereits in Power BI definiert sind

oneAgent übernimmt Kennzahlen aus dem semantischen Modell in Power BI oder Microsoft Fabric. Die Arbeit, die in das Modell geflossen ist, wird damit für den Fachbereich nutzbar, und im Power-BI-Bericht steht dieselbe Zahl wie in der Antwort von oneAgent.

Wenn aus Abweichungen erledigte Aufgaben werden sollen

oneAgent führt von der Frage über das Ziel und die Meldung bis zur Aufgabe mit Zuständigkeit und Frist, in einem Werkzeug und bedient vom Fachbereich. Im Microsoft-Umfeld müsste das Datenteam diese Kette aus mehreren Komponenten zusammensetzen.

Wenn die Daten nicht nur in Microsoft Fabric liegen

oneAgent bindet neben Microsoft Fabric auch andere Data Warehouses und über mehr als 550 Konnektoren Systeme wie SAP, DATEV, Microsoft Dynamics 365, Salesforce oder Shopware direkt an, ohne dass die Daten zuerst in eine weitere Plattform übertragen werden müssen.

Wenn hohe Anforderungen an den Datenschutz gelten

oneAgent wird in Frankfurt, in einem deutschen Rechenzentrum oder im eigenen Haus betrieben. Für Unternehmen in regulierten Branchen oder mit strengen internen Vorgaben ist das oft eine Voraussetzung.

Beide Lösungen schließen sich nicht aus. Wie oneAgent und der Fabric Data Agent zusammenspielen, beschreibt der Abschnitt „Wie ergänzen sich oneAgent und der Fabric Data Agent?“.

Häufige Fragen zu oneAgent und dem Fabric Data Agent

Kann oneAgent auf Microsoft Fabric zugreifen?

Ja. oneAgent greift in Microsoft Fabric sowohl auf das Data Warehouse als auch auf semantische Modelle in Power BI zu. Die Daten bleiben in Fabric, eine Übertragung in eine weitere Plattform ist nicht nötig.

Ersetzt oneAgent Microsoft Fabric oder den Fabric Data Agent?

Nein. oneAgent ergänzt Microsoft Fabric und kann parallel zum Fabric Data Agent eingesetzt werden. Das Datenteam arbeitet weiter in Fabric, und oneAgent macht die dort definierten Kennzahlen für den Fachbereich nutzbar, mit Zielverfolgung, Meldungen und Aufgaben.

Muss die BI-Abteilung Kennzahlen für oneAgent neu definieren?

Nein. oneAgent übernimmt Kennzahlen, die bereits im semantischen Modell in Power BI oder Microsoft Fabric definiert sind. Die BI-Abteilung prüft die übernommenen Definitionen und gibt sie frei. Kennzahlen, die im semantischen Modell noch fehlen, werden direkt in oneAgent definiert.

Warum kann der Fabric Data Agent auf ähnliche Fragen unterschiedliche Zahlen liefern?

Der Fabric Data Agent erzeugt die Abfrage für jede Frage neu mit einem Sprachmodell. Unterschiedlich formulierte Fragen nach derselben Kennzahl können deshalb zu unterschiedlichen Abfragen und Ergebnissen führen. Microsoft empfiehlt, dies mit Anweisungen, Beispielabfragen und Evaluierungen einzugrenzen. oneAgent erzeugt die Abfrage für freigegebene Kennzahlen nach festen Regeln und liefert bei jeder Formulierung dasselbe Ergebnis.

Liefern oneAgent und Power BI dieselben Zahlen?

Ja, wenn oneAgent die Kennzahl aus dem semantischen Modell in Power BI übernommen hat. Beide beruhen dann auf derselben Definition, und im Power-BI-Bericht steht dieselbe Zahl wie in der Antwort von oneAgent.

Versteht der Fabric Data Agent Deutsch?

Offiziell nicht. Laut Microsoft-Dokumentation (Stand Mai 2026) unterstützt der Fabric Data Agent nur Englisch, Fragen, Anweisungen und Beispielabfragen sollen auf Englisch formuliert sein. In der Praxis funktionieren andere Sprachen teilweise, aber nicht zuverlässig. oneAgent beantwortet Fragen, egal ob auf Deutsch oder Englisch.

Was ist der Unterschied zwischen dem Fabric Data Agent und Copilot in Power BI?

Copilot in Power BI arbeitet innerhalb von Power BI und beantwortet Fragen zu Berichten und semantischen Modellen. Der Fabric Data Agent ist ein eigenes Element in Microsoft Fabric, das Datenteams für bestimmte Aufgaben einrichten, mit bis zu fünf Datenquellen und eigenen Anweisungen, und das sich in Microsoft 365 Copilot, Teams und Copilot Studio einbinden lässt. Beide benötigen eine bezahlte Fabric-Kapazität ab F2 oder eine Power-BI-Premium-Kapazität ab P1. Wie sich oneAgent von Copilot in Power BI unterscheidet, beschreibt ein eigener Vergleich.

Was ist der Operations Agent in Microsoft Fabric?

Der Operations Agent ist eine Komponente von Fabric Real-Time Intelligence und seit Ende Juni 2026 allgemein verfügbar. Er überwacht Daten nach Anweisungen in natürlicher Sprache, schlägt Maßnahmen vor und führt sie nach Freigabe aus, etwa über Teams oder Power Automate. Er ist auf technische und Echtzeit-Szenarien ausgelegt, arbeitet mit einer Eventhouse- oder Ontologie-Quelle und versteht Anweisungen nur auf Englisch. Für die Überwachung von Geschäftskennzahlen durch den Fachbereich ist oneAgent ausgelegt.

Kann oneAgent Aufgaben an Mitarbeitende vergeben?

Ja. Weicht eine Kennzahl vom Ziel ab, schlägt oneAgent vor, wer sich darum kümmern sollte und bis wann, und entwirft eine Aufgabenbeschreibung. Nach Bestätigung legt oneAgent die Aufgabe an und verfolgt sie bis zur Erledigung.

Ist oneAgent DSGVO-konform?

Ja. oneAgent wird DSGVO-konform in einem Microsoft-Azure-Rechenzentrum in Frankfurt betrieben. Alternativ ist ein Betrieb in einem deutschen Rechenzentrum oder im eigenen Haus möglich.

Wie schnell lässt sich oneAgent einführen?

Die Anbindung an Microsoft Fabric oder andere Datenquellen dauert in der Regel wenige Tage. Danach werden die ersten Kennzahlen übernommen oder definiert und freigegeben. Üblich ist ein Einstieg mit den wenigen Kennzahlen, über die in den Führungsrunden tatsächlich gesprochen wird, und ein schrittweiser Ausbau.

Kann man oneAgent kostenlos testen?

Ja. Eine kostenlose Testversion mit Demo-Daten ist verfügbar. Welche Funktionen die Testversion umfasst, steht auf der Seite „oneAgent testen“.

Quellen und Stand

Dieser Vergleich beruht auf der offiziellen Microsoft-Dokumentation, den Update-Blogs von Microsoft Fabric, Fachbeiträgen von Microsoft-Experten und den Produktangaben der oneLake GmbH. Letzte Prüfung: 25. September 2026. Microsoft entwickelt den Fabric Data Agent laufend weiter, einzelne Angaben können sich deshalb ändern. Wo die Dokumentation älter ist als eine Ankündigung, ist das im Text vermerkt.

Microsoft-Dokumentation

Microsoft-Ankündigungen

Fachbeiträge

Angaben zu oneAgent

Alle Angaben zu oneAgent stammen von der oneLake GmbH, Stand September 2026. Den Funktionsumfang der kostenlosen Testversion beschreibt die Seite oneAgent testen.

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